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Was Kinder in einem Schuljahr wirklich lernen

Was Kinder in einem Schuljahr wirklich lernen

⏱ Lesezeit: ca. 5 Minuten

Wenn ein Schuljahr zu Ende geht, denken viele Eltern zuerst an Zeugnisse, Noten oder daran, wie gut ein Kind lesen, schreiben oder rechnen gelernt hat. Das ist nicht verkehrt für ein erwachsenes Gehirn: Erwachsene sind sachlicher und rationaler als Kinder und achten darauf.

Dennoch lernen Kinder in einem Jahr oft so viel mehr als nur neue Formel, Grammatikregeln und Vokabeln. Manches steht nur nicht immer sofort auf den Zeugnissen.

Denn zwischen Hausaufgaben, Bastelprojekten, Englischstunden, Pausenhof-Geschichten und kleinen Alltagsmomenten passieren oft die größten Entwicklungen überhaupt. All das, was Kinder weiter wachsen lässt und zwar, menschlich.

Manche Fortschritte sind ganz leise

Nicht jedes Lernen passiert laut. Nicht alles ist sofort ein Riesen Sprung. Nicht immer können wir Fortschritte messen.

Manchmal zeigen sich Wachstum und Weiterentwicklung darin, dass ein Kind sich plötzlich traut, die Hand ohne Angst zu heben. Oder zum ersten Mal laut auf Englisch antwortet. Oder einem anderen Kind hilft. Oder nach einem Fehler nicht direkt aufgibt. Oder keinen Bauchschmerz mehr hat, wenn es um Schule geht.

Das sind keine Dinge, die man messen oder benoten kann – aber genau die Dinge, die später im Leben wirklich wichtig werden.

Kinder lernen in einem Schuljahr nämlich nicht nur Vokabeln oder Rechenwege. Sie lernen oft:

  • mutiger zu werden,
  • Konflikte zu lösen,
  • eigene Gefühle besser zu verstehen,
  • sich durchzusetzen,
  • geduldig zu sein,
  • Neues auszuprobieren,
  • Freundschaften zu knüpfen,
  • eigene Stärken zu verstehen
  • und dadurch auch mehr an sich selbst zu glauben.

 

Und genau diese kleinen Entwicklungen berühren uns im Unterricht oft am meisten. Wenn ein Kind, das normalerweise hinten sitzt, sich nach vorne setzt. Wenn jemand auf einmal los plappert, weil irgendein Thema das Interesse richtig geweckt hat. Wenn ein Kind mutig genug ist, um uns zu sagen, dass es irgendwas nicht kann oder nicht versteht. Denn dafür sind wir da!

Lernen passiert nicht nur am Tisch

Viele der schönsten Lernmomente entstehen nämlich ganz nebenbei:

Beim gemeinsamen Lachen. Beim Spielen. Beim Erzählen. Beim kreativen Arbeiten. Beim Hinfallen und wieder Aufstehen. Oder mitten in einem Satz, den ein Kind plötzlich ganz stolz alleine auf Englisch sagt.

 

Gerade Kinder lernen unglaublich stark über Emotionen, Beziehungen und echte Erlebnisse. Deshalb bleiben oft genau die Momente am längsten im Kopf, die sich leicht, lustig oder besonders angefühlt haben. Auch die Momente, die zunächst eine große Herausforderung waren und das Kind es trotzdem bewältigt hat.

Vielleicht erinnert sich ein Kind später nicht mehr an jedes einzelne Arbeitsblatt. Aber vielleicht erinnert es sich daran, wie stolz es sich gefühlt hat, wie sehr es gelacht hat, oder dass Lernen sich plötzlich gar nicht mehr „wie Lernen“ angefühlt hat.

Und ist das nicht eigentlich etwas das aller Wichtigste? Denn wir hören nie auf, dazu zu lernen. Wenn Kinder schon früh es verstehen, wie toll es ist, Neues zu erleben, klappt alles auf einmal leichter.

 

Besonders am Ende eines Schuljahres fällt vielen Erwachsenen plötzlich auf:

Moment mal … Das Kind ist irgendwie gewachsen.

 

Nicht nur körperlich. Plötzlich wirken Kinder selbstständiger, mutiger, offener, selbstbewusster. Manchmal entdecken sie ganz neue Interessen oder überraschen uns mit Gedanken, die wir ihnen vorher gar nicht zugetraut hätten. 

Und das passiert genau Schritt für Schritt, ganz leise im Alltag ohne dass wir es merken. Kinder werden schneller groß, als wir denken.

Das ist auf jeden Fall eins der schönsten Erlebnisse am Arbeiten mit Kindern: Zu beobachten, wie sie sich entwickeln, wie sie der Welt begegnen und wie sie wachsen.

Ein bisschen Stolz darf sein

Zum Ende des Schuljahres möchten wir einfach einmal sagen, und das ganz laut:

 

Kinder leisten unglaublich viel.

Nicht nur in der Schule. Nicht nur bei Tests oder Hausaufgaben. Sondern auch emotional, sozial und persönlich. Für sie fühlt sich ein ganzes Schuljahr viel mächtiger an als für Erwachsenen! Kinder haben noch nicht so viele Jahre erlebt, noch nicht so viele Referenzen gemacht und noch nicht so viel Erfahrung gesammelt. Was in einem Schuljahr passiert, ist nicht zu unterschätzen. Daher dürfen wir Erwachsenen manchmal etwas öfter innehalten und sehen, wie viele kleine Wunder eigentlich innerhalb eines einzigen Jahres passieren.

 

Wir bei Happy Fox sind jedenfalls unglaublich stolz auf alle unsere kleinen und großen Füchse. 🦊🌿 Dieses Jahr haben wir ca. 250 Kinder unterrichtet, einen Umzug hinter uns gebracht, ein Rebranding von Dreikäsehoch auf Happy Fox durchgezogen, neue Teammitglieder und auch neue Mitbewohner (Unsere Meerschweinchen: Kiki und Kira) begrüßt, Sommerfest gemeinsam gefeiert, unseren ersten Filmabend absolviert, Clubs eingeführt (und durchgeführt), unser 25. Jubiläum zelebriert und ganz ganz GANZ viele Ideen für die nächsten zwei Jahre gesammelt – sei gespannt, es kommt etwas Großes auf euch alle zu! Wir sind nicht nur auf unsere Kinder stolz, sondern auch auf uns selbst.

Und jetzt?

 

Jetzt wird erst einmal Sommer genossen:

Mit Sonne auf den Armen, Eis an den Fingern, Sand in den Schuhen und hoffentlich ganz vielen schönen Erinnerungen. Wir freuen uns auf unsere Cooking Club Gruppen, auf die Kurse Fun With English und auf tolle Begegnungen im Fuchsbau.

Unr nur noch kurz ... Selbstlob stinkt nicht - es duftet!

Und weißt du was? Wir dürfen alle ruhig stolz auf uns sein, und das ist richtig gut so.

Kinder dürfen stolz auf sich sein.

Wirklich stolz!

 

Und nicht nur das: Nicht nur dürfen wir alle stolz sein, sondern auch das laut sagen und unsere Fortschritte, Erlebnisse und Erfahrungen mit anderen teilen.

Leider lernen viele Menschen irgendwann, ihre eigenen Fortschritte kleinzureden oder sofort wieder abzuwerten. Warum denn? Kinder dagegen erzählen oft noch mit leuchtenden Augen:
„Schau mal, was ich kann!“
„Das habe ich ganz alleine geschafft!“
„Ich kenne das schon auf Englisch!“

 

Dabei leuchten dann nicht nur die Augen des Kindes, sondern auch unsere! Das ist so unglaublich schön zu sehen, dass Kinder sich selbst wertschätzen. Denn hinter diesem Stolz steckt oft keine Arroganz, sondern pure Freude über die eigene Entwicklung. Kinder feiern kleine Fortschritte noch ehrlich. Und genau das sollten wir ihnen nicht zu schnell abgewöhnen. Vielleicht dürfen wir Erwachsenen sogar ein kleines bisschen davon zurücklernen. Deshalb finden wir:

Selbstlob stinkt nicht – es duftet.

 

Kinder dürfen erzählen, worauf sie stolz sind. Sie dürfen sich über neue Wörter, mutige Momente, gute Ideen oder kleine Erfolge freuen. Denn genau dieses Gefühl von „Ich kann das!“ ist oft der Anfang von echtem Selbstvertrauen.

Das spielt übrigens auch in der Psychologie eine wichtige Rolle. Fachleute sprechen dabei oft von Selbstwirksamkeit – also dem Vertrauen eines Kindes in die eigenen Fähigkeiten. Kinder, die erleben dürfen, dass sie etwas schaffen, entwickeln oft mehr Mut, Neugier und Selbstvertrauen.

👉 Mehr dazu hier:
https://blog.lebensbruecke.de/start/selbstwirksamkeit

 

Und jetzt … jetzt ist Sommer!

Übrigens, falls du mehr über die Meilensteine lesen magst, auf die wir so stolz sind, sind das die wichtigsten Momente, die ich vorhin im Artikel erwähnt habe.

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