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Müssen Kinder still sitzen, um zu lernen?

Müssen Kinder still sitzen, um zu lernen?

⏱ Lesezeit: ca. 3 Minuten

Wenn wir an ‚Lernen‘ denken, haben viele sofort ein ganz bestimmtes Bild im Kopf: Ein Kind sitzt ruhig am Tisch, hört aufmerksam zu, schreibt ordentlich mit und konzentriert sich möglichst lange auf eine Aufgabe. Und das ohne zu kippeln, kurz aus dem Fenster zu schauen oder doch dazwischen kurz was dazu zu sagen.  

Doch Kinder lernen eigentlich von Natur aus ganz anders. Gaaaanz anders!

Kinder lernen mit dem ganzen Körper  und am besten allen Sinnen – und genau deshalb fällt es vielen Kindern schwer, über längere Zeit einfach nur still zu sitzen. Außerdem ist Lernen am besten, wenn es nicht linear passiert. Schüler lernen beim Toben, Rennen, Springen, Ausprobieren, Bauen, Spielen, Beobachten und Anfassen. Sie können sich bestens konzentrieren, wenn sich die Methoden und Formate immer wieder abwechseln und das Lernen nicht monoton ist. 

Wer also im Sitzen schnell die Aufmerksamkeit und Interesse verliert, ist also nicht automatisch „schlecht im Lernen“. Oft bedeutet es einfach nur, dass das Gehirn mehr Abwechslung und Bewegung braucht. Darauf legen wir bei Happy Fox übrigens besonders viel Wert im Unterricht und in unseren Clubs!

Bewegung ist kein Hindernis fürs Lernen

Gerade bei jüngeren Kindern hängen Bewegung und Lernen unglaublich eng zusammen. Das Gehirn entwickelt sich nicht isoliert vom Körper. Im Gegenteil: Bewegung aktiviert viele Prozesse gleichzeitig. Kinder nehmen ihre Umgebung intensiver wahr, verarbeiten Reize besser und können Informationen oft leichter abspeichern, wenn mehrere Sinne beteiligt sind. Zudem werden motorische und kognitive Fähigkeiten gefördert.

Dafür gibt es ganz kuriose Beispiele: Ein Kind kann sich Vokabeln plötzlich besser merken, wenn es dabei läuft oder auf einem Trampolin springt. Oder es beginnt beim Herumalbern plötzlich Fragen zu stellen und Dinge zu verstehen, die vorher schwierig wirkten. Das ist kein Zufall.

Eine Studie mit Grundschulkindern der Technischen Universität München zeigte, dass körperliche Fitness mit besserer Konzentrationsfähigkeit zusammenhängt. Forschende empfehlen deshalb, Bewegung spielerisch in den Alltag und Unterricht zu integrieren. Wenn Lehrkräfte dies berücksichtigen, kann auf einmal Konzentration, Aufmerksamkeit und Lernprozesse der Kinder in jedem bewegten Unterricht positiv beeinflusst werden. Besonders spannend: Kinder lernen häufig nachhaltiger, wenn Inhalte mit Aktivität und Emotionen verbunden werden.

 

Auch Erwachsene merken selbst, dass sie beim Spazierengehen besser nachdenken können oder beim Bewegen auf neue Ideen kommen. Kinder erleben das oft noch viel intensiver.

Bewegung hilft ihnen:

  • Stress abzubauen
  • Emotionen zu regulieren
  • Aufmerksamkeit neu auszurichten
  • Energie loszuwerden
  • Gedanken zu beruhigen
  • und sich überhaupt erst auf Inhalte einzulassen

 

Vielleicht müssen Kinder also gar nicht immer perfekt still sitzen, um zu lernen. Vielleicht brauchen sie öfter einfach die Freiheit, Lernen mit ihrem ganzen Wesen erleben zu dürfen. Das haben wir zumindest immer so aufgenommen und verfolgen daher bei Happy Fox dem Konzept, das Lernen ganzheitlich zu gestalten. Hier kann man mehr über unser Konzept erfahren.

Kinder lernen mit Kopf, Herz und Körper

Kinder können sich also deutlich besser konzentrieren, wenn sie zwischendurch aufstehen, etwas bewegen oder aktiv mitmachen dürfen. Genau deshalb funktionieren Spiele, Rollenspiele, Bewegungslieder oder kreative Aufgaben oft so gut. Wenn dabei auch noch unterschiedliche Sinne beansprucht werden, haben wir einen Jackpot geknackt! 

Kinder erleben Sprache, Wissen und Erfahrungen dadurch viel unmittelbarer. Lernen ist dadurch nicht nur etwas, das „im Kopf passiert“, sondern etwas Lebendiges. Der Stoff wird auf einmal greifbar.

Das bedeutet natürlich nicht, dass Kinder niemals ruhig sitzen lernen sollen. Auch das gehört zum Alltag dazu. Aber vielleicht müssen wir uns von der Vorstellung lösen, dass gutes Lernen nur still und unbeweglich stattfinden kann. Manchmal ist es sogar vom Vorteil, wenn Kinder in dem gut bekannten System „Wir sitzen am Tisch“ bleiben. Dennoch merken wir oft, dass es sie zu sehr einschüchtern – wir wollen einen Raum kreieren, in dem sich Kinder frei fühlen und sich entspannen.

Wir wechseln unsere Methoden im Unterricht also immer wieder ab: Mal sitzen die Kids an den Tischen, mal setzen wir uns alle in einen Kreis auf den Boden, mal machen wir Stationarbeiten und gehen von einem Tisch zu dem nächsten. Denn manchmal entsteht echtes Lernen genau in diesen lebendigen Momenten:
Wenn Kinder lachen, herum probieren, kuriose Fragen stellen oder voller Begeisterung durchs Zimmer laufen.

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